Informationen zu Schreibabys

Schreibabys

Hilfe für untröstlich schreiende Babys und ihre Eltern

Wenn ein Baby kurz nach der Geburt häufig und über Stunden untröstlich weint, wenn der Grund für das häufige Weinen nicht ersichtlich ist und es sich nur mit grösster Anstrengung oder gar nicht beruhigen lässt, kann dies zu einer grossen psychischen Belastung für die ganze Familie werden. 

 

In diesen Belastungssituationen geht oft die Verbindung zum Kind verloren. Statt dem Baby den nötigen Halt und eine liebevolle Nähe geben zu können, brauchen die Eltern ihre ganze Kraft und Energie, um das unendliche Weinen ihres Kindes aushalten zu können.  Es ist deshalb mehr als verständlich, dass die anfängliche Freude, der Stolz und die Glücksgefühle zum Neugeborenen während den Schreistunden in Vergessenheit geraten und dafür negativen Gefühlen sich selbst und dem Kind gegenüber Platz machen.

 

Für die Bereitschaft, sich Hilfe zu holen braucht es das Wissen,  dass  es sich bei den meisten Schreibabys nicht um eine angeborene Entwicklungsstörung oder um eine sogenannte Dreimonatskolik handelt, die es auszuhalten gibt.

 

Da uns die Theorien der Dreimonatskoliken lange Zeit begleitet haben, ist es nicht erstaunlich,  dass zwar ca. jedes vierte Kind und seine Eltern unter dieser Belastung leiden, dass jedoch erst in den letzten zwanzig Jahren genauer nach den Ursachen für das Weinen geforscht wurde und sich die neuen Erkenntnisse auch nur langsam etablieren.

 

Häufig führen   stressreiche Erfahrungen vor, während oder nach der Geburt , stationäre Behandlungen auf der Neonatologie oder operative Eingriffe zu diesen  Krisen des Säuglings. Eigene belastende Erfahrungen der Mutter oder des Vaters im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt können zusätzlich dazu beitragen, dass die gewünschte, haltgebende Verbindung zwischen Eltern und ihrem Kind nicht entstehen kann. 

Mögliche Begleitsymtome des Babys:  gieriges Saugen  mit Übergeben als Folge, Verdauungsprobleme die sich als Darmkoliken zeigen können und starke Verspannungen des Körpers zur Folge haben , Unruhe mit akuter Anspannung und gestörter Wach- Schlafzyklus, reduzierte Reizaufnahme und Blickkontaktvermeidung

Mögliche Begleitsymtome der Eltern:  übermässige Anspannung der Muskel- und Gewebesysteme des Körpers (vor allem im Rücken- Schulter und Nackenbereich),chronische "Hab- Acht-Haltung",eingeschränkete, verflachte Atmung (Gefühl von Metallreifen um die Brust), erhöhte motorische Aktivität (stundenlanges umherwandern, schaukeln, u..s.w.) Angst-  Wut-  Unlustgefühle, Gefühle der Entfremdung zum Kind und gleichzeitig starke Aufmerksamkeitsverlagerung auf das Baby, Orientierungsverlust und Mangel an Handlungsfähigkeit (schneller Wechsel an Strategien, um das Baby beruhigen zu können)

 

Heute wissen und erfahren wir jedoch immer wieder aufs Neue, dass einem untröstlich weinenden Baby und seinen verunsicherten Eltern geholfen werden kann ,dass sich bereits nach wenigen Sitzungen die belastende Situation entspannt und sich alsdann die selbstregulierenden Kräfte wieder ausbreiten .

 

 

Begleitung von Schreibabys

Meiner therapeutischen  Begleitung von Schreibabys liegt der Ansatz der emotionellen Hilfe nach Thomas Harms, die Kenntnisse aus der ganzheitlichen Atemtherapie nach Middendorf und der körpertherapeutische Hintergrund der Biosyntesetherapie nach David und Silvia Specht  Boadella zugrunde. Allen Methoden gemeinsam ist der   ganzheitliche, ressourcenorientierte Einbezug  von Körper, Geist  und Seele. In der Therapie werden  Eltern und  Baby gemeinsam in den Prozess einbezogen.

 

Klärende Gespräche helfen den betroffenen Eltern, die Gründe für die Krise ihres Kindes besser zu verstehen – sie helfen aber auch dem Baby, in seiner Not wahrgenommen und gesehen zu werden

Mit dem gezielten Einsatz der Bauchatmung und dem Aufbau einer "Bindungsstation" durchbrechen wir den Kreislauf aus Stress, Körperspannung und Bindungsverlust.

Durch die Wahrnehmung der eigenen  Körperempfindungen können sich die Eltern  entspannen und der Selbstkontakt wird vertieft. Sie finden so aus der Angespanntheit zu mehr Ruhe.

In dem ich die Eltern haltgebend und begleitend unterstützen,  finden sie wieder das nötige Vertrauen und die Sicherheit, um die Bindung zu ihrem Baby zu vertiefen und ihm eine liebevolle Stütze in seiner Entwicklung zu sein.

Sanfte Berührungen und Massagen unterstützen das Baby auf seinem Weg zu mehr Ruhe und Zufriedenheit.