Atem- und Körpertherapie
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Emotionelle Erste Hilfe – was ist das?

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Herz in der EEH
In der EEH ist der Kontakt zum Herzen der wichtigste Motor, um die Bindungskräfte zu stärken. Über die körperliche Herzverbindung werden in der Begleitung innere Ressourcen gestärkt, Entscheidungsfindungen unterstützt sowie charakteristische Beziehungsmuster zu sich und anderen genauer untersucht. Die Klient*innen lernen im Zuge der Begleitung die verschiedenen Herzinformationen zu spüren und sie einzusetzen, um stimmige Lebensentscheidungen zu treffen und Beziehungen in stärkender Weise neu zu gestalten.
Die zentrale Frage in der EEH lautet:
Was kann akut getan werden, um mithilfe der Körperpsychotherapie die intuitiven Beziehungskompetenzen der Eltern zu stärken? Wie können körperpsychotherapeutische Zugänge genutzt werden, um den Eltern die charakteristischen Muster des Kontaktverlustes zu ihren Säuglingen bewusst zu machen? Und welche Körperinterventionen sind hilfreich, um die Handlungsfähigkeit der Eltern im Umgang mit dem schreienden Säugling zu erweitern?
Die Analyse des WIE der elterlichen Kontaktabbrüche, die Betonung der affektiv-kathartischen Ausdrucksprozesse der Kinder sowie der Einbezug der psychosomatischen Resonanzinformationen sind nach wie vor in den charakteranalytischen und bioenergetischen Forschungen Wilhelm Reichs verwurzelt. Die Betonung der körperlichen Selbstbeobachtung wurde hingegen durch die Achtsamkeits- und Traumaforschung  inspiriert. Der verstärkte Fokus auf die prä- und perinatale Babykörpersprache stammt von den Pionieren der Pränatalen Psychologie. Und das Beziehungsmodell, das die Vorgehensweisen der heutigen EEH prägt, ist den Konzepten der humanistischen Psychologie sehr verwandt.

Die Emotionelle Erste Hilfe (EEH) ist ein körperorientiertes Verfahren, welches in der Krisen- und Entwicklungsberatung sowie in der bindungsbasierten Psychotherapie mit Eltern und Kindern eingesetzt wird.
Der Ansatz hat seine Wurzeln in der körperorientierten Psychotherapie sowie den Erkenntnissen der modernen Gehirn-, Trauma- und Bindungsforschung. Auf dieser Grundlage wurde die Emotionelle Erste Hilfe in ihrer heutigen Form in den 90er Jahren von dem Bremer Psychologen und Körperpsychotherapeuten Thomas Harms begründet und stetig weiterentwickelt.
In der Emotionellen Ersten Hilfe werden körperliche Methoden (wie u.a. die bindungsfördernden Körperberührungen, Übungen zur Körperwahrnehmung und Imagination sowie entspannungsfördernde Atemtechniken), um die Kontakt- und Beziehungsfähigkeit der Eltern und Kinder zu verbessern und fördern.
Im Zentrum der Emotionellen Ersten Hilfe steht – von der Empfängnis an – die Bewahrung und nachhaltige Unterstützung der emotionalen Bindung zwischen Eltern und ihren un- und neugeborenen Kindern.
Die Emotionelle Erste Hilfe ist von einer humanistischen Grundhaltung geprägt. Wichtigstes Ziel dieser körperbasierten Beratung und Psychotherapie ist es, die inneren Wachstumspotenziale und Lebenskräfte zu wecken, die Zufriedenheit und hinreichende Erfüllung in unseren Liebes- , Arbeits- und Selbstbeziehungen möglich macht.
Im Folgenden sollen einige Säulen der Arbeit vorgestellt werden:

Körperinformation als Leitsystem
Der Körper ist das zentrale Bezugssystem in der bindungsbasierten Beratung und Psychotherapie. Die Wahrnehmung des Körpers spielt eine wichtige Rolle, um die jeweilige Qualität der Beziehungs- und Regulationsfähigkeit der Klient*innen genauer zu bestimmen. In der Begleitung spielt deshalb die achtsame Beobachtung und Auswertung des subjektiven Körpererlebens der Klient*innen eine herausragende Rolle. In der Beratung und Therapie nutzen wir körperliche Berührungen, Atem- und Wahrnehmungsarbeiten, um die Gefühls- und Erregungszustände direkt zu beeinflussen. Im Kontext der EEH werden die Haut, der Herzschlag, die Atmung, die Körperhaltung oder den Blick kontaktiert, um bedeutsame Bindungs- und Stressmuster zu erkunden oder Ressourcen der Beziehungs- bzw. Selbstbeziehungsfähigkeit zu verbessern.

Bindungssicherheit als Basis in der Begleitung
In der frühberatenden und psychotherapeutischen Arbeit der EEH verfolgen wir einen bindungsorientierten Ansatz. Die Beziehung zwischen Begleiter*innen und Klient*innen stellt einen Erfahrungsraum bereit, in dem die stärkenden und schwächenden Selbstanteile sicher kontaktiert, erkundet und integriert werden können. Die Bindungssicherheit wird somit zur wichtigsten Quelle, um eine Potenzialentfaltung und Integration von traumatischen Beziehungserfahrungen aus den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu ermöglichen.

Selbstanbindung und Beziehungsintelligenz
Die achtsame Körper-Selbstbeobachtung ist eine wichtige Grundlage der bindungsbasierten Begleitung. Die Voraussetzung hierfür ist ein stabiler innerer Beobachter, von dem aus die Körperwahrnehmungen, Gefühle und Gedanken innerhalb der Begleitung sicher erlebt und wertfrei beschrieben werden können. Ziel ist es, dass die Klient*innen in jeder Phase lernen, auf die Basis ihrer Körperwahrnehmungen zurückzugreifen. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von der Etablierung einer hinreichend sicheren „Selbstanbindung“.

Schwangerschaft, Geburt und Bindung
In der bindungsbasierten Begleitung gehen wir davon aus, dass die charakteristischen Schemata unseres Fühlens, Denkens und Handelns in den Erfahrungen aus der Zeit der Schwangerschaft, Geburt und ersten Lebenszeit verwurzelt sind. Über verschiedene Formen der Körperarbeit werden die prä- peri- und postnatalen Bindungserfahrungen und das „innere Baby“ wiederbelebt, bewusst gemacht und im Rahmen einer sicheren Beziehung erkundet.
Atem- und Körpertherapie | Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung
​Christina Truninger Scheel | Familienzentrum | Reichsgasse 25 | 7000 Chur
Krankenkassenanerkannt
​079 393 38 65 | 
[email protected] | 
www.atemundkoerpertherapie.ch
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